Kircheneintritt

Schritte in die Gemeinde


Wenn Sie Glied unserer Evangelischen Kirche werden wollen, finden Sie hier einige Hinweise.


Viele Anstöße gibt es, um über den christlichen Glauben und unsere Kirche nachzudenken: Sie wurden um die Patenschaft bei einer Taufe gebeten. Sie wollen sich trauen lassen. Ihr Kind fragt Sie nach Gott. Sie bedenken die Orientierungen im eigenen Leben. Oder nach Ihrem Austritt ist bei Ihnen der Wunsch nach Wiedereintritt in unsere Kirche wach geworden. Ein weiterer Grund kann im Übertritt von einer anderen christlichen Konfession zu unserem evangelischen Bekenntnis liegen.


Wenn auch die Anstöße sehr unterschiedlich sind, sollen doch immer Gespräche mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger dem Eintritt voraus gehen. Bei solchen Gesprächen wird niemand bedrängt oder genötigt, Sie können und Sie sollen Ihre Entscheidung gründlich bedenken. Und: Zu den erste Schritte in die neue Gemeinde gehören unbedingt einige Gottesdienstbesuche. Sie vermitteln viel mehr an Stimmung als jede theoretische Abhandlung. Im Erleben eines Gottesdienstes spürt Sie am schnellsten: Hier fühle ich mich wohl, hier kann meine neue geistliche Heimat liegen - oder auch nicht.


Diese Informationen sind danach gegliedert, ob Sie erstmalig oder wieder in unsere Kirche eintreten, oder ob Sie von einer anderen Konfession in die Evangelische Kirche wechseln möchten. Zum Schluss dieser Informationen haben wir für Unentschlossenen zwölf gute Gründe für eine Kirchenmitgliedschaft angeführt, die Ihnen in Ihrer Entscheidung vielleicht helfen.

  • Eintritt in die Evangelische Kirche („Erwachsenentaufe“)
  • Wiedereintritt in die Evangelische Kirche
  • Übertritt in die Evangelische Kirche

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen. In einem persönlichen Gespräch wollen wir Ihnen helfen, Ihre Entscheidung gründlich zu bedenken.

Eintritt in die Evangelische Kirche


Sie gehören bisher keiner christlichen Glaubensgemeinschaft an und möchten jetzt Mitglied unserer Evangelischen Kirche werden.


Christen sind wir durch andere, wir begegnen Menschen, die mit Gott leben. Durch andere lernen wir, was Güte ist, und erfahren, angenommen zu sein und andere anzunehmen. Vielleicht hat diese Gute Nachricht auch Sie so angesprochen. Wir freuen uns, wenn Sie den angefangenen Weg weiter gehen wollen. In einer Gemeinschaft fällt es leichter, das Leben auszurichten und Antworten auf die großen Fragen nach Ursprung, Sinn oder Ziel des Lebens zu erhalten. Unsere Evangelische Kirche bietet Ihnen an, Sie zu begleiten.


Hier finden Sie Menschen, die Sie in Freud und Leid begleiten. Glied der Evangelischen Kirche werden Sie durch die Taufe. Der Taufe gehen Gespräche mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer voraus. Hier müssen keine Fragen beiseite geschoben werden, denn diese Gespräche sollen zur Klarheit über den eigenen Glauben verhelfen. Wir geben Ihnen gern Auskunft darüber, wie Sie diese Taufvorbereitung sehr persönlich gestalten können.

Wiedereintritt in die Evangelische Kirche


Sie sind aus der Evangelischen Kirche ausgetreten und möchten nach einer Zeit des Abstandes oder aufgrund neuer Erfahrungen wieder in unsere Kirche aufgenommen werden?


Wenn Sie sich zurück auf den Weg in unsere Evangelische Kirche machen wollen, dann wenden Sie sich an die Pfarrerin oder den Pfarrer Ihrer Kirchengemeinde. Die Seelsorger werden ein oder auch mehrere Gespräche mit Ihnen führen. Diese Gespräche können beratenden, informierenden oder klärenden Charakter haben.


Übrigens: Ihre Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche ist durch Ihre Taufe begründet. Wer getauft ist, gehört unwiderruflich zur Gemeinschaft mit Jesus Christus und zur Gemeinschaft derer, die an Jesus Christus glauben. Darum gibt es keine „Kündigung“, keinen Austritt aus der Gemeinschaft der Gläubigen. Deshalb findet auch beim Wiedereintritt keine zweite Taufe statt.

Übertritt in die Evangelische Kirche


Sie gehörten bislang einer anderen christlichen Konfession an und möchten nun in unsere Evangelische Kirche eintreten.


Einen Konfessionswechsel sollten Sie sich gründlich überlegen und nicht übereilig handeln. Oft ist es lediglich die momentane Verärgerung über irgendeine konkrete Situation oder einen einzelnen Menschen, welche den Übertritt in unsere Kirche wünschenswert erscheinen lässt. Aber die Frage ist: Rechtfertigt das einen solchen Schritt wirklich? Schließlich „menschelt“ es in jeder Glaubensgemeinschaft. Enttäuschungen und Frustrationen über Personen und Strukturen gibt es überall.


Doch vielleicht gibt es Erfahrungen und Entwicklungen in Ihrem Leben, die nach reiflicher Überlegung einen Konfessionswechsel sinnvoll erscheinen lassen.


Vor einem Eintritt in die evangelische Kirche steht zunächst der Austritt aus der Kirche oder Gemeinschaft, der Sie bisher angehören. Der Austritt erfolgt je nach Wohnort vor einer staatlichen Behörde: der Bezirkshauptmannschaft oder in Wiener Neustadt bei dem Magistrat der Stadt. Die Austrittserklärung bei einer staatlichen, neutralen Behörde soll sicherstellen, dass keine kirchliche Instanz auf einen Austrittswilligen moralischen Druck ausüben kann. Die Behörden melden den Austritt dann an die entsprechende Kirche weiter.


Nach Ihrem Austritt bitten wir Sie um eine Kontaktaufnahme mit uns. Im Gespräch möchten wir mit Ihnen die Aufnahme in die Evangelische Kirche vorbereiten. Wenden Sie sich einfach an unser Pfarrbüro (T: 02622 / 22 3 88).


Wenn Sie in Ihrer bisherigen Kirche oder Gemeinschaft getauft wurden, ist diese Taufe gültig: Sie wird bei einem Eintritt in die Evangelische Kirche nicht wiederholt.


Über den Konfessionswechsel eines getauften Kindes bis zum 14. Lebensjahr entscheiden die Eltern oder Erziehungsberechtigten. Selbstverständlich soll der Wechsel nicht gegen den Willen des Kindes geschehen.

Sind Sie noch unsicher?


Wir nennen Ihnen zwölf gute Gründe, in der Kirche zu sein:

1. Im christlichen Glauben bewahrt die Kirche eine Wahrheit, die Menschen sich nicht selber sagen können. Daraus             ergeben sich Maßstäbe für ein verantwortungsbewusstes Leben.


2. In der Kirche wird die menschliche Sehnsucht nach Segen gehört und beantwortet.


3. Die Kirche begleitet Menschen von der Geburt bis zum Tod. Das stärkt auf geheimnisvolle Weise.


4. In der Kirche können Menschen an einer Hoffnung auf Gott teilhaben, die über den Tod hinausreicht.


5. Die Kirche ist ein Ort der Ruhe und Besinnung. Unsere Gesellschaft ist gut beraten, wenn sie solche Orte pflegt.


6. In der Kirche treten Menschen mit Gebeten und Gottesdiensten für andere ein. Sie tun das auch stellvertretend für die Gesellschaft.


7. Die kirchlichen Sonn- und Feiertage mit ihren Themen, ihrer Musik und ihrer Atmosphäre prägen das Jahr. Die Kirche setzt sich dafür ein, diese Tage zu erhalten.


8. In Seelsorge und Beratung der Kirche wird der ganze Mensch ernst genommen und angenommen.


9. In Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen der Kirche schaffen viele haupt- und ehrenamtlich Engagierte ein besonderes, menschliches Klima.


10. Wer die Kirche unterstützt, übt Solidarität mit den Schwachen und Benachteiligten.


11. Kirchliche Musik und Kunst sind bis heute prägende Kräfte unserer Kultur.


12. Wo immer Menschen hinkommen oder hinziehen, treffen sie auch die weltweite christliche Gemeinschaft. Dazu kann jede und jeder beitragen.

(Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland.)